In meiner Staatsexamensarbeit mit
dem Titel Strukturbestimmung von hochdruckerzeugten Eisphasen habe ich
verschiedene kristalline und amorphe Eisphasen druckinduziert hergestellt und
mittels Röntgenstrukturbestimmung untersucht. Die Arbeit wurde im Sommer
2001 in der Arbeitsgruppe Prof. Dr.
Franz Fujara am Institut für Festkörperphysik der TU Darmstadt
angefertigt. Mit einer Hochdruckpresse wurden
Eisproben in großvolumigen, uniaxialen Stempelzellen bei unterschiedlichen
Temperaturen erzeugt. Die anschließende Strukturbestimmung erfolgte
mit Hilfe eines Röntgenpulverdiffraktometers am Fachgebiet
Strukturforschung des Instituts für Materialwissenschaft der TU Darmstadt. Neben
gewöhnlichem Eis Ih konnten die Eisphasen II, III/IX, V und XII
nachgewiesen werden. Eventuell werde ich später an dieser Stelle
ausführlicher über die Arbeit berichten.
Wen das Thema
"Wasser und Eis" grundsätzlich interessiert, den kann ich noch
auf das populärwissenschaftliche aber durchaus fundiert Buch von Philip
Ball: H2O - A Biography of Water, London 1999 (dt.:
H2O - Biographie des Wassers, München 2001) verweisen.
Speziell in die Thematik der Eisphasen führt, wie ich denke, aber meine
Examensarbeit auch für Laien verständlich ein und bietet darüber
hinaus einen Überblick über alle bisher bekannten 13 kristallinen und
die vermutlich 2 amorphen Eisphasen. Die Arbeit stelle ich hier gerne zum
Download bereit. Über jede Rückmeldung von Lesern freue ich mich
sehr.
Seit 2005 arbeite ich in derselben Arbeitsgruppe an einem Promotionsvorhaben mit dem
Arbeitstitel Die Dynamik von Wasser in Zeolithen. Einen Eindruck davon erhält
man vielleicht durch folgenden Vortrag, den ich im Jahr 2006 gehalten habe.
Phasendiagramm von Wasser, die kristallinen Eisphasen sind durch römische Ziffern markiert. Abgegrenzt sind, sofern vorhanden, die Stabilitätsbereiche der Hochdruckeisphasen.